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Zahlen und Fakten zu Feigwarzen

Übertragung und Infektion

  • Infektionen mit Humanen Papillomaviren sind weltweit die am häufigsten sexuell übertragene Viruserkrankung. Jedes Jahr treten in den USA mit steigender Frequenz bis zu 750.000 neue HPV Erkrankungen auf.
  • Bis heute wurden etwa 100 verschiedene HPV-Typen entdeckt. Man unterscheidet zwischen sogenannten Niedrig- und Hochrisiko-Typen, die Erkrankungen verschiedener Schweregrade auslösen. Feigwarzen werden in den meisten Fällen durch die Niedrigrisiko-Typen HPV 6 und 11 verursacht. Bei 95% der Patientinnen mit Gebärmutterhalskrebs oder entsprechenden Vorstadien werden die Hochrisiko-Typen HPV 16 und 18 nachgewiesen.
  • Obwohl HPV-Infektionen vor allem bei jungen Menschen vorkommen, wissen nur wenige über die Erkrankung und ihre möglichen Folgen Bescheid. Eine US-Studie mit Studenten zeigte, dass zwar 95% der Befragten zuvor schon von Feigwarzen gehört hatten, aber nur etwa 4% wußten, dass diese durch HPV übertragen werden. Ebenso herrschte große Unwissenheit bezüglich der Übertragungswege und des hohen Ansteckungsrisikos.
  • Der wichtigste unabhängige Risikofaktor für eine HPV-Infektion bzw. Genitalwarzen ist die Anzahl der Sexualpartner. Ein kontrovers diskutierter Kofaktor ist Zigarettenrauchen. Auch Drogenkonsum (Kokain, Heroin etc.) sowie die Einnahme von Medikamenten, die das Immunsystem schwächen, fördern bei infizierten Personen die Ausbildung von Feigwarzen.
  • Genital- bzw. Feigwarzen können bereits drei Wochen oder auch erst ein Jahr nach sexuellem Kontakt mit einer infizierten Person auftreten.

Verbreitung in der Bevölkerung

  • Schätzungen zufolge leiden in den USA und in Europa etwa 1 bis 2% der sexuell aktiven Bevölkerung zwischen dem 15. und 45. Lebensjahr unter Feigwarzen.
  • Der Altersgipfel genitaler HPV-Infektionen liegt zwischen dem 20. und 25. Lebensjahr.
  • Am stärksten von Feigwarzen betroffen sind sexuell aktive Frauen unter 25 Jahren. Eine HPV-Infektion wird bei bis zu 10% dieser Frauen nachgewiesen.
  • Es liegen Daten vor, dass bis zu 50 - 60% der Männer nach Geschlechtsverkehr mit Frauen, die eine HPV-bedingte Veränderung der Zervix (Halsteil der Gebärmutter) aufweisen, sichtbare Genitalwarzen entwickeln können.
  • Etwa 15% der sexuell aktiven Bevölkerung leiden unter subklinischen (nicht sichtbaren) Infektionen, die zur Ausbildung von Feigwarzen führen können. Eine Studie mit Studentinnen ohne Symptome zeigte beispielsweise, dass 46% dieser Frauen mit HPV infiziert waren.
  • Der Anteil HPV-Antikörper-positiver Personen wird auf 60% der Bevölkerung geschätzt. Der Nachweis von Antikörpern ist der Beweis für eine frühere oder sogar akute Infektion mit HPV.
  • Bei jedem vierten Mann mit Feigwarzen ist ebenfalls die Harnröhre befallen. Bei Frauen liegt diese Zahl hingegen lediglich bei 8%.
  • Jede fünfte Frau mit sichtbaren Feigwarzen an den äußeren Geschlechtsorganen leidet außerdem unter Warzen im After.

Zusammenhang mit der Entstehung von Krebs

  • Die weltweite Zunahme an Gebärmutterhalskrebs korreliert mit der Zunahme von HPV-Infektionen.
  • Etwa 25% der Frauen mit Genitalwarzen weisen gleichzeitig warzige Veränderungen in der Scheide bzw. an der Portio auf (Teil des Gebärmutterhalses, der in die Scheide ragt). Bei etwa der Hälfte dieser Frauen lassen sich an diesen Stellen erste krebsartige Fehlbildungen feststellen.
  • Gebärmutterhalskrebs wird von der Weltgesundheits-Organisation (WHO) als sexuell übertragbare Erkrankung eingestuft. Die HPV Hochrisiko-Typen 16 und 18 werden von der WHO als auslösende Faktoren für diese Krebsart gewertet. Der männliche Sexualpartner als Überträger der Virusinfektion spielt somit bei der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs eine wichtige Rolle.
  • Mittlerweile gibt es in Deutschland auch eine HPV-Impfung. Die Impfung ist eine vorbeugende Maßnahme gegen die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs. Sie schützt den Körper vor einer andauernden Infektion mit den HPV-Typen 16 und 18. Diese beiden Virus-Typen sind für fast Dreiviertel aller Gebärmutterhalskrebsfälle verantwortlich. In Deutschland wird die Impfung gegen humane Papillomviren der Typen 16 und 18 für alle Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren empfohlen. Aber auch Frauen, die älter als 17 Jahre sind, können von einer Impfung profitieren.
  • Studien haben gezeigt, dass die zweiten Ehefrauen von Männern, deren erste Frau an Gebärmutterhalskrebs gestorben war, ebenfalls ein erhöhtes Risiko haben, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken. Bestimmte HPV Hochrisiko-Typen werden auch in etwa 20-50% der Fälle bei Penis-Karzinomen gefunden.
Ein Mann und eine Frau im Bett
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